Drei Ausschnitte aus „QualityLand“ von Marc-Uwe Kling (2017)

Der Fortschritt der Informationstechnologie hat uns immer wieder neue Herausforderungen beschert: das millimetergenaue Ausrichten der Zimmerantenne beim Schwarzweißfernsehen, ziegelsteingroße Mobiltelefone in der 80er-Jahren, das geduldige Warten auf einen Farbausdruck bei den ersten Layoutprogrammen … Gelassen lächeln wir heute über diese Absurditäten. Marc-Uwe Kling transportiert den heutigen Stand der Digitalisierung in die Zukunft und malt uns ein Land aus, in dem Nützliches absurd geworden ist. Ausschnitte aus dem Buch las uns Ida Hiller am 24. Februar 2023 beim Freitagssalon vor.

Lesedauer zwölf Minuten

DEIN PERSÖNLICHER REISEFÜHRER

Einführung 

„Come to where the quality is! Come to QualityLand!“

Nun reist du also zum ersten Mal in deinem Leben nach QualityLand. Bist du schon aufgeregt? Ja? Aus gutem Grund! Denn bald betrittst du das Land, das so wichtig ist, dass mit seiner Gründung eine neue Zeitrechnung begann: die QualityTime. 

Da du dich in QualityLand noch nicht auskennst, haben wir dir hier ein paar einleitende Informationen zusammengestellt. Zwei Jahre vor der Gründung von QualityLand, zwei Jahre vor QualityTime also, gab es eine ökonomische Krise solchen Ausmaßes, dass die Menschen sie als Jahrhundertkrise bezeichneten. Es war bereits die dritte Jahrhundertkrise innerhalb einer Dekade. Von der Panik der Märkte mitgerissen, bat die Regierung die Unternehmensberater von Big Business Consulting (BBC) um Hilfe, und diese entschieden, das Land brauche vor allem einen neuen Namen. Der alte war abgenutzt und inspirierte laut Umfragen nur noch ewiggestrige Nationalisten mit geringer Kaufkraft. Außerdem ließen sich durch die Umbenennung auch ein paar unangenehme historische Verpflichtungen loswerden. So hatte zum Beispiel die Armee des Landes in der Vergangenheit, nun ja, sagen wir mal: etwas übers Ziel hinausgeschossen. 

Die Unternehmensberatung beauftragte die Kreativen von Welt-Weite Werbung (WWW), nicht nur einen neuen Namen für das Land zu erarbeiten, sondern auch gleich ein neues Image, neue Helden, eine neue Kultur, kurz gesagt: eine neue Country Identity. Nach einiger Zeit und noch mehr Geld, nach Vorschlägen und Gegenvorschlägen einigten sich alle Beteiligten endlich auf den heute weltbekannten Namen, der sich so vorzüglich dafür eignet, hinter einem „Made in“ auf Produkten zu stehen: QualityLand. Das Parlament votierte mit großer Mehrheit für die Umbenennung. Beziehungsweise mit der „größten“ Mehrheit, denn die neue Country Identity verbietet strikt, im Zusammenhang mit QualityLand den Positiv oder den Komparativ zu benutzen. Allein der Superlativ ist erlaubt. Sei also vorsichtig. Wenn du gefragt wirst, wie es dir in QualityLand gefällt, dann sag bloß nicht, QualityLand sei ein besonderes Land. Es ist kein besonderes Land. Es ist das besonderste!

Auch die Städte, die du auf deiner Rundreise besuchen wirst, hatten früher andere, unbedeutende Namen. Jetzt haben sie neuere, bessere oder, wie man in QualityLand sagen würde, die neuesten und besten Namen. Im Süden wächst und gedeiht das Industriezentrum Growth, im Norden pulsiert die Universitätsstadt Progress, im Herzen blüht die alte Handelsmetropole Profit, und unangefochten an der Spitze thront die Hauptstadt der freien Welt: QualityCity.

Selbst QualityLands Einwohner wurden umbenannt. Sollten sie doch keine Standardmenschen sein, sondern Qualitätsmenschen. Vor allem die Nachnamen der Leute klangen immer noch sehr mittelalterlich und passten ganz und gar nicht zur neuen, fortschrittsorientierten Landesidentität. Ein Land voller Müller, Schneider und Wagner war nicht gerade der feuchte Traum eines Hightech-Investors. Darum beschloss die Werbeagentur, dass ab sofort jeder Junge den Beruf seines Vaters als Nachnamen tragen muss und jedes Mädchen den Beruf seiner Mutter. Entscheidend ist dabei der zur Zeit des Zeugungsakts ausgeübte Job. 

Wir wünschen dir unvergessliche Erlebnisse im Land von Sabine Mechatronikerin und Walter Putzkraft, dem beliebtesten Mittelschichts-RAP-Duo unserer Dekade. Im Land von Scarlett Strafgefangene und ihrem Zwillingsbruder Robert Aufseher, den ungeschlagensten Battle-Bot-Jockeys des Jahrhunderts. Im Land von Claudia Superstar, der Sexiest Woman of All Time. Im Land von Henryk Ingenieur, dem reichsten Menschen der Welt. Willkommen im Land der Superlative. Willkommen in QualityLand.

 

EIN KUSS 

Peter Arbeitsloser hat genug. 
„Niemand“, sagt er. 
„Ja, Peter?“, fragt Niemand. 
„Ich habe keinen Appetit mehr.“
„Okay“, sagt Niemand. 

Niemand ist Peters persönlicher digitaler Assistent. Peter selbst hat diesen Namen gewählt, denn er hat oft das Gefühl, dass Niemand für ihn da ist. Niemand hilft ihm. Niemand hört ihm zu. Niemand spricht mit ihm. Niemand beobachtet ihn. Niemand trifft für ihn Entscheidungen. Peter bildet sich sogar ein, dass Niemand ihn mag. Peter ist ein WINNER, denn Niemand ist ein WIN-Assistent. WIN, ein Kürzel für „What-I-Need“, war ursprünglich mal eine Suchmaschine, in die man umständlich per Sprachbefehl, davor sogar noch per Tastatur, seine Fragen eingeben musste. Im Herzen ist WIN immer noch eine Suchmaschine. Aber man braucht keine Fragen mehr zu stellen. WIN weiß, was man wissen will. Peter muss sich nicht die Mühe machen, relevante Informationen zu finden. Die relevanten Informationen machen sich die Mühe, Peter zu finden.

Niemand hat das Restaurant, in dem Peter mit seinen Freunden sitzt, nach den errechneten Vorlieben von Peter und seinen Freunden ausgesucht. Niemand hat auch gleich den passenden Burger für Peter bestellt. „Die besten Recyclingfleisch-Burger von QualityCity“ steht auf den Servietten. Es hat Peter trotzdem nicht geschmeckt. Vielleicht liegt es daran, dass das Restaurant nicht nur zu Peters Geschmack, sondern auch zu seinem Kontostand hatte passen müssen. 

„Es ist schon spät“, sagt er zu seinen Freunden. „Ich mach mal los, Leute.“
Ein undefiniertes Grummeln ist die Antwort. 
Peter mag seine Freunde. Niemand hat sie für ihn gefunden. Aber manchmal, er weiß nicht warum, da kriegt er einfach schlechte Laune, wenn er mit ihnen abhängt. Peter schiebt den Teller, auf dem noch mehr als die Hälfte seines Recycling-Burgers liegt, zur Seite und zieht seine Jacke an. Niemand bestellt die Rechnung. Sie kommt sofort. Der Kellner ist, wie in den meisten Restaurants, ein Mensch und kein Androide. Maschinen können heute so vieles, aber sie bekommen es immer noch nicht hin, eine volle Tasse von A nach B zu tragen, ohne zu kleckern. Im Übrigen sind Menschen billiger. Sie haben keine Anschaffungs- und Wartungskosten. Und in der Gastronomiebranche auch keine Lohnkosten. Sie arbeiten für Trinkgeld. Androiden kriegt man nicht für Trinkgeld. 

„Wie möchten Sie zahlen?“, fragt der Kellner.
„TouchKiss“, sagt Peter.
„Sehr gerne“, sagt der Kellner, wischt auf seinem QualityPad herum, und Peters QualityPad vibriert. 
Seit seiner Einführung hat sich TouchKiss als Zahlungsmittel rasend schnell durchgesetzt. Forscher von QualityCorp, dem Konzern, der dein Leben besser macht, haben herausgefunden, dass die Lippen viel fälschungssicherer sind als der Fingerabdruck. Kritiker behaupten allerdings, dass es darum gar nicht gehe, sondern dass QualityCorp nur eine noch höhere emotionale Bindung der Kunden an ihre Produkte erreichen wolle. Falls das tatsächlich das Ziel gewesen sein sollte, hat es zumindest bei Peter nicht funktioniert. Leidenschaftslos drückt er einen Kuss auf sein QualityPad. Durch einen zweiten Kuss gibt er die üblichen zweiunddreißig Prozent Trinkgeld. Nach achtsekündiger Untätigkeit schaltet das QualityPad auf Stand-by, und das Display wird schwarz. Peters dunkles Spiegelbild starrt ihn blöde an. Ein unscheinbares weißes Gesicht. Nicht hässlich, aber unscheinbar. So unscheinbar, dass Peter manchmal das Gefühl hat, sich selbst mit jemand anderem zu verwechseln. Dann glaubt er, wie jetzt, ein Fremder starre ihn aus dem Display an. 
Vor der Tür wartet schon ein selbstfahrendes Auto auf ihn. Niemand hat es gerufen. 
„Hallo, Peter“, sagt das Auto. „Sie möchten nach Hause?“ „Ja“, sagt Peter und steigt ein. 
Ohne weitere Fragen nach Weg oder Adresse fährt das Auto los. Man kennt sich. Oder zumindest kennt das Auto Peter. Der Name des Autos wird Peter auf einem Display angezeigt. Es heißt Carl. 
„Schönes Wetter, nicht wahr?“, fragt Carl.
„Small Talk aus“, sagt Peter.
„Dann spiele ich jetzt zu Ihrem Vergnügen die größten Kuschelrock-Hits aller Zeiten“, sagt das Auto und macht Musik an.
Schon seit dreiundzwanzig Jahren hört Peter Kuschelrock. Sein ganzes Leben lang.
„Mach das bitte aus“, sagt er.
„Nichts lieber als das“, sagt das Auto. „Ich muss gestehen, Ihre Mucke ist so gar nicht meine.“
„So?“, fragt Peter. “Was gefällt dir denn?“
„Ach, wenn ich alleine rumfahre, höre ich meistens Industrial“, sagt das Auto.
„Mach mal an.“
Das Lied“, das gleich darauf aus den Boxen dröhnt, passt sehr gut zu Peters schlechter Laune.
„Die Musik ist okay“, sagt er nach einer Weile zu Carl. „Aber könntest du bitte aufhören mitzusingen?“

QUALITYPARTNER 

Sandra ist endlich befördert worden und gleich darauf zwei Level aufgestiegen. Seit vier Jahren arbeitet sie nun schon für Weltweite Werbung (WWW). Sie ist zuständig für das Product Placement in Nachrichtenbeiträgen. Ein dröger Job. Suchalgorithmen liefern aus dem Wust der Nachrichten diejenigen, die die größte Aufmerksamkeit erregen werden. Ob die Nachrichten wahr oder falsch sind, interessiert dabei keinen. Jedenfalls nicht bei WWW. Andere Algorithmen kontaktieren dann passende Geschäftsleute respektive deren Algorithmen und platzieren die Produkte subtil in den Nachrichten. Bevor der Beitrag online geht, wird er einem Menschen zur Kontrolle vorgelegt. Einem Menschen wie Sandra. Der denkt sich dann immer noch eine möglichst neugierig machende Schlagzeile aus, die aber nicht zwingend etwas mit dem Inhalt der Nachricht zu tun haben muss. Hauptsache, die Leute klicken drauf und sehen sich die Werbung an. „Die Überschriften können gar nicht platt und dumm genug sein“, hat Sandras alter Abteilungsleiter immer gesagt. „Dumm klickt gut.“ Als Beispiel führte er dann die erfolgreichste Headline seiner Karriere an. „Diese zehn Megastars haben mit Kindern geschlafen …“ Sobald man die Headline angeklickt hatte, lautete der volle Titel: „Diese zehn Megastars haben mit Kindern geschlafen, als die Kinder schon erwachsen waren.“ 

Der letzte Beitrag, den Sandra vor ihrer Beförderung bekommen hatte, lautete: 
Eine 23-jährige Level-17-Kellnerin wurde heute in der Disney-Straße sexuell belästigt und ausgeraubt, ungefähr auf Höhe des Best-Bagels-Cafés, in dem es die besten Bagels von QualityCity gibt. Die Täter waren junge Männer in schicksten Levi’s-Röhrenjeans. Sie hatten alle Hilferufe durch Callblocker der Firma Silentium Inc., die inzwischen sensationellste fünf Jahre Garantie auf alle Geräte gibt, verhindert, gab das Opfer beeindruckt zu Protokoll. Eine unbeteiligte Zeugin, die nicht am Tatort war, nichts gesehen und nichts gehört hat, vermutete, dass es sich bei den Tätern um Ausländer gehandelt habe. 
Sandra hatte das Alter des Opfers gelöscht und dem Beitrag die Überschrift „Ausländer vergewaltigen Mädchen mitten in QualityCity!“ verpasst. Wie zu erwarten, ging er durch die Decke, und Sandra hatte endlich alle Klicks zusammen, um befördert zu werden. 

Da sie jetzt Teamleiterin in der Abteilung für Alternative Fakten ist, darf sie heute zum ersten Mal an einem der monatlichen Hangouts ihrer Firma teilnehmen. Sie jubelt mit den anderen, als ihr Chef die acht Stufen vor der Bühne des Auditoriums hinaufsprintet. Dort angekommen, präsentiert Oliver Hausmann seine makellosen Zähne, grinst und ruft: „Hallo, Familie!“
„Hallo, Papa!“, antwortet die Menge fröhlich. Sandra war noch nie dabei, aber natürlich kennt sie die Rituale. 
„Wir haben einen neuen Kunden gewonnen!“ Applaus. Die Leute sind aufgeregt. Es hat sich herumgesprochen, wer zu Besuch kommt, und selbst in einer so großen Agentur wie WWW passiert es nicht oft, dass jemand aus dem 90er-Club vorbeischaut. 
„Bitte begrüßt mit mir Patricia Teamleiterin von QualityPartner!“
Begeistert applaudiert das Auditorium, als die etwas pummelige, aber trotz ihrer siebenundvierzig Jahre immer noch attraktive Gründerin der weltgrößten Onlinedating-Plattform die Bühne betritt. Keck pustet sie sich eine Strähne ihrer langen roten Haare aus dem Gesicht. 

„Patricia“, beginnt Oliver. „Erst vor wenigen Monaten warst du überall in den Nachrichten, als dritte Frau der Welt, die den Level 90 geknackt hat. Jetzt bist du sogar schon auf Level 91!“ Patricia lächelt. „Ja, und ihr könnt mir glauben: Ich habe gar keine Lust, den Club wieder zu verlassen!“
Das Publikum lacht. 
„Wie können wir dir helfen, im Club zu bleiben?“, fragt Oliver. 
„Was glaubt ihr, wieso QualityPartner erfolgreich ist?“, stellt Patricia eine Gegenfrage ans Auditorium. „Viele Leute meinen, es liege daran, dass die Benutzerprofile aus personenbezogenen Daten automatisch generiert werden. Nur ein Kuss, um uns Zugriff auf alle relevanten Daten zu gewähren. Leichter kann es nicht gehen. Entscheidender aber war, so glaube ich, dass wir unseren Usern von Anfang an nicht erlaubt haben, diese Profile zu ändern.“
„Den Leuten zu verbieten, über sich selbst zu lügen…“, hakt Oliver ein. „Das war der entscheidende Fortschritt für die Partnerwahl.“
„Fast genauso wichtig“, fährt die Chefin von QualityPartner fort, „ist natürlich, dass bei uns auch das lästige Auswählen des Partners vom System übernommen wird. Unsere User müssen nicht selbst überlegen, wen sie toll finden. QualityPartner sagt ihnen, wer am besten zu ihnen passt. Eine Person. Ein Volltreffer. Fertig.“ 
„Sicherlich kennt ihr alle den alten QualityPartner-Slogan: Liebe auf den ersten Klick“, sagt Oliver. „Das ist mir zu niedlich. Wir müssen die Vorteile dieses Verkupplungssystems ohne menschlichen Makel aggressiver hervorheben.“
„Ausgerechnet wir beide!“, schlägt einer von Sandras Kollegen im Publikum vor.
„Ausgerechnet …“, sagt Oliver. „Nicht schlecht.“
„Qualität hat keinen Preis!“, ruft ein anderer. 
„Eigentlich“, sagt Oliver, „schwebt mir gar nicht ein bestimmter Slogan vor. Ich will viele Slogans. Ich will, dass eine Tussi, die auf muskulöse Schwarze steht, auf dem Bildschirm einen muskulösen Schwarzen zu sehen bekommt, und ein Typ, der auf pummelige Rothaarige steht, kriegt seine pummelige Rothaarige.“
Oliver denkt kurz an die pummelige Rothaarige, die neben ihm auf der Bühne steht, und bereut, seine Ansprache nicht länger vorbereitet zu haben. Er hätte wahrscheinlich ein besseres Beispiel finden können.
„Ich will die erste wirklich personalisierte Werbekampagne der Welt!“, fährt er schnell fort. „Ich will nicht eine Kampagne. Ich will acht Milliarden.“
Spontane Begeisterung im Saal.
„Wie ihr vielleicht wisst“, sagt Patricia Teamleiterin, „stimmen wir bei QualityPartner seit einigen Jahren sogar die Lebenserwartungen unserer Kunden aufeinander ab. Und zwar mit so viel Erfolg, dass soziale Netzwerke wie Everybody voll sind von Geschichten über QualityPartner-Paare, die nicht nur im selben Jahr oder Monat – davon gibt es sehr viele –, sondern sogar am selben Tag, ja sogar in derselben Stunde gestorben sind. Ich denke, gerade für ältere Kunden ist das ein sehr schönes Feature. Das solltet ihr unbedingt hervorheben.“
Sandra hat vor ein paar Wochen eine Nachricht über ein QualityPartner-Pärchen verbessert, das sogar in genau der selben Minute gestorben ist. Allerdings starben die beiden bei einem Autounfall, der sie um zweiunddreißig Jahre ihrer versprochenen Lebenserwartung gebracht hat.

Die eigene Tätigkeit von jemand Außenstehendem beschrieben zu hören, führt häufig zu Irritationen. Einiges stimmt, aber einiges auch nicht, und zwar fundamental. Überraschend ist die wahrgenommene Banalität des Arbeitens in der Kommunikation. Diese Banalität ist gleichermaßen etwas beschämend wie auch erleichternd: Auch wenn deine Kampagne mal nicht funktioniert, kommt kein Mensch zu Schaden. Bei regelmäßig auftretenden Sinnkrisen (und die haben wir alle) ist das eine große Erleichterung.

Hier eine literarische Berufsbeschreibung aus der Druckbranche, einer der Vorläuferinnen der heutigen Kommunikationsbranche. Sie schildert eine Szene aus den 70er-Jahren, ist also noch keine fünfzig Jahre alt und doch schon vergessene Vergangenheit.